007 lautete die Nummer des Raumes im Max-Planck-Institut für Informatik. Er diente als Rückzugsort für einen Auftrag, der nicht geheim, aber dennoch heikel war: Die Vergabe des Journalistenpreises Informatik 2011. Nie zuvor hatten mehr Einsendungen den digitalen und analogen Weg nach Saarbrücken gefunden.
Mit 38 Artikeln war die Kategorie Print die am stärksten besetzte. Artikel der Wochenzeitungen „Die Zeit“ und „Frankfurter Allgemeinen am Sonntag“ traten hier unter anderem gegen Artikel der Magazine „Der Spiegel“, „Focus“, „Zeit Wissen“ und „Technology Review“ an. Auch unter den 17 Einsendungen für die Kategorie Hörfunk fanden sich große Namen. Bayerischer Rundfunk, Saarländischer Rundfunk, Deutschlandradio und Deutschlandfunk kämpften hier ebenfalls um den mit 5000 Euro dotierten Preis. Bei den 15 Beiträgen der Kategorie Fernsehen hießen die Platzhirsche ARD, ZDF, ARTE und WDR. Sogar die Kategorie Online umfasste zwölf Beiträge.
Pünktlich um 11 Uhr begann die Debatte. Wolfgang Pohl, Geschäftsführer des Bundeswettbewerbes Informatik moderierte, stets galant, manchmal auch markant. Christina Beck, Pressesprecherin der Max-Planck-Gesellschaft, war aus München angereist, Markus Weißkopf, Geschäftsführer von „Wissenschaft im Dialog“ kam von Berlin geflogen. Michael Hanke, Leiter der Programmgruppe Telemedien des Saarländischen Rundfunks, und Martin Schneider aus Baden-Baden, Vorsitzender der Wissenschafts-Pressekonferenz, machten die Runde komplett.

Wolfgang Pohl, Michael Hanke, Christina Beck, Markus Weißkopf und Martin Schneider kürten die besten Informatik-Beiträge des vergangenen Jahres.
Nach wenigen Minuten war der große Sitzungstisch mit aufgeschlagenen Aktenordnern, Manuskripten und handschriftlichen Notizen überhäuft. Die Diskussion über die Beiträge jedoch verlief wesentlich geordneter, wenn auch kritisch und auch kontrovers. Das Handwerk der Artikel, ihre fachliche Korrektheit, die Vollständigkeit der gestellten Fragen und der gelieferten Antworten hinterfragten die Juroren ebenso, wie die Kriterien, die den Journalistenpreis explizit seit Jahren definieren. Gegen 16 Uhr war es dann geschafft. Die Preisträger der Kategorien Print, Hörfunk, Fernsehen und Sonderpreis wurden in den vergangenen Stunden benachrichtigt. In der Kategorie Online wurde kein Preis vergeben. Die feierliche Preisverleihung findet am Dienstag, den 14. Februar, um 17 Uhr, im Gebäude des hiesigen Exzellenzclusters (E1 7) statt. Gordon Bolduan
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Redaktion: Markus M. Frey
Kompetenzzentrum Informatik Saarland
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